Umgang mit Azubis Teil 3: Die meist gemachten Fehler eines Azubis

Für die meisten Azubis ist es eine große Umstellung von der Schule in die Arbeitswelt zu wechseln. Deshalb verlieren sie auch während der Ausbildung oft ihre Motivation und machen häufig die gleichen Fehler. Wie Sie die einzelnen Fehler umgehen oder Ihre Azubis wieder auf den richtigen Weg bringen, lesen Sie in diesem Artikel.

Unzuverlässigkeit:

Oftmals fängt es mit zu spät kommen an. Ständiges Verschlafen, weil man damals vielleicht die Schule öfter hat sausen lassen um gemütlich auszuschlafen. Am Freitag möchte man natürlich auch überpünktlich gehen. Egal ob die Arbeit fertig ist oder nicht. Schließlich steht das Wochenende vor der Tür. Auch Krankheitstage können sich mit der Zeit anhäufen. Organisationswege bzw. Richtlinien der Firma werden nicht mehr eingehalten oder geschickt umgangen. In der Ausbildung hat man deutlich mehr Verantwortung und das müssen Auszubildenden zum Teil noch verinnerlichen. Man kann mal zu spät kommen, dies sollte jedoch nicht die Regel werden. Ansonsten hat man den Stempel „unzuverlässig“ aufgedrückt, den man meist nicht so schnell wieder loswird. Versuchen Sie Ihre Azubis daher rechtzeitig zur Seite zu nehmen um eine Lösung für das Problem der Unzuverlässigkeit zu finden.

Ungeduld und Frustration:

Viele Azubis sind frustriert und ungeduldig, wenn sie nicht direkt an großen Projekten mitwirken können. Deshalb ist es wichtig, ihnen zu verdeutlichen, dass das Handwerk erst einmal erlernt werden muss, bis an solchen Projekten mitgearbeitet werden kann. Motivieren Sie Ihre Azubis mit interessanten Übungsaufgaben oder lassen Sie sie auch bei richtigen Projekten über die Schulter eines Kollegen schauen. Nehmen Sie auch Vorschläge und Ideen der Azubis entgegen und vertrauen Sie auf seine/ihre Fähigkeiten. Denn ohne Grund haben Sie Ihre Auszubildenden ja nicht eingestellt.

Fehlendes Durchhaltevermögen:

Leider passiert es auch oft, dass einige Azubis während ihrer Ausbildung das Handtuch werfen wollen. In den meisten Fällen, weil Sie sich vorab nicht ausgiebig mit dem Beruf auseinandergesetzt haben und nun merken, dass es doch nicht das ist, was sie sich ursprünglich erhofft haben. Oft entscheiden sie sich aber auch dafür, ein Studium oder einen weiteren Schulabschluss zu machen. Und wieder andere sind einfach enttäuscht und unzufrieden, wie sie in der Ausbildung behandelt werden. Nehmen Sie Ihre Azubis ernst und achten Sie auf Anzeichen, die auf einen Abbruch der Ausbildung deuten könnten. Anzeichen hierfür sind z.B. häufige Fehltage im Betrieb und auch in der Schule, unzufriedenstellende Umsetzung der Aufgaben oder auch fehlender Anschluss bei anderen Kollegen. Tritt eines dieser Anzeichen auf, versuchen Sie mit Ihren Azubis zu reden und den Grund für diese Auffälligkeiten zu erfahren.

Lernfaulheit:

Ganz oft wollen sich Azubis nur noch auf den betrieblichen Teil ihrer Ausbildung konzentrieren und haben keine Lust auf den schulischen Teil. Vielleicht weil Sie genug vom „Büffeln“ haben oder weil Sie auch vorher nicht die „besten“ Noten hatten. Versuchen Sie Ihren Azubis so gut es geht Unterstützung anzubieten z.B. durch Nachhilfe von einem älteren Azubi im Betrieb.

Das wichtigste ist, dass Sie Ihren Azubis die Message rüberbringen, dass „Hinschmeißen“ keine Option ist.

 

Ich für meinen Teil hatte definitiv das Problem mit der Lernfaulheit. Ich war noch nie eine Musterschülerin und hatte daher auch wenig Lust auf den schulischen Teil meiner Ausbildung. Mit der richtigen Unterstützung meines Ausbildungsbetriebs hab ich es trotzdem geschafft, die Ausbildung erfolgreich zu beenden. Vielleicht erkennen auch Sie sich hier wieder.

Erstellt von

Wienhusen, Sabrina

Vertrieb und Support SaaS.de

am 12.05.2021 um 12:00 Uhr

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